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Schenkung & Erbe

Diese Website enthält Informationen zum Thema Schenkung und Erbe, was ist eine Schenkung, kann man eine Schenkung rückgängig machen, Schenkung zu Lebzeiten, Schenkung auf den Todesfall, Schenkung durch vorweggenommene Erbfolge, Schenkung unter Nießbrauchsvorbehalt, Schenkung Form, Pflichtteil bei Schenkung (Pflichtteilsergänzungsanspruch), Schenkung Anrechnung auf den Pflichtteil, Schenkung unter Ehegatten und Schenkungen an Minderjährige. Sie werden umfassend informiert über die Möglichkeiten der Rückforderung der Schenkung, u.a. durch Widerruf der Schenkung.

Die Übertragung des gesamten Vermögens auf die nächste Generation findet in der Regel erst nach dem Tod eines Menschen statt, durch gesetzliche Erbfolge oder durch Testament bzw. Erbvertrag.

Im Wege der Schenkung lässt sich das Vermögen bereits vor dem Tod auf Dritte übertragen.

  • Schenkung durch Vorweggenommene Erbfolge

    Beschenkt der spätere Erblasser zu Lebzeiten seine künftigen Erben, spricht man von der vorweggenommenen Erbfolge. Auf diese Weise greift der Erblasser der Nachlassverteilung vor. Ziele dieser Schenkung sind u.a. die Erhaltung des Familienvermögens, die Versorgung des Schenkers und seiner Angehörigen, die Reduzierung der Erbschaftssteuer sowie die Pflichtteilsentziehung.

  • Schenkung Arten und Gestaltung

    Bei der Schenkung werden drei Arten unterschieden: reine Schenkung, Schenkung mit teilweiser Gegenleistung (gemischte Schenkung) und Schenkung unter Auflage.

    Eine Schenkung kann zu Lebzeiten oder aber auch auf den Todesfall erfolgen.

  • Schenkung Form

    Jeder Schenkung liegt ein Schenkungsvertrag zugrunde, in dessen Rahmen der Schenker ein Schenkungsversprechen an den Beschenkten abgibt. Das Schenkungsversprechen muss grundsätzlich notariell beurkundet sein.

    Der Inhalt des Schenkungsvertrags ist frei. Bei der Schenkung eines Grundstücks wird im Rahmen des Schenkungsvertrags meist die Schenkung unter Nießbrauchsvorbehalt vereinbart.

  • Verbotene Schenkung

    Es ist verboten, das Vermögen entgegen den getroffenen Verfügungen im gemeinschaftlichen Ehegattentestament oder Erbvertrag böswillig zu verschenken. Dadurch beeinträchtigt der Schenker Testamentserben bzw. Vertragserben. Der Beschenkte muss das Geschenk in diesem Fall herausgeben.

  • Rückforderung der Schenkung

    Mit Vollzug der Schenkung verliert der Schenker grundsätzlich das Eigentum am jeweiligen Gegenstand. In bestimmten Fällen sieht das Gesetz jedoch die Möglichkeit der Rückforderung u.a.durch Widerruf der Schenkung vor. Zur Sicherheit sollte sich der Schenker aber das Rückforderungsrecht vertraglich vorbehalten.

  • Pflichtteil bei Schenkung

    Schenkungen, die der Erblasser zu Lebzeiten getätigt hat, schmälern den Nachlass und gleichzeitig auch den Pflichtteil.

  • Pflichtteilsergänzung bzw. Herausgabe des Geschenks

    Hat der Erblasser den Nachlass durch lebzeitige Schenkungen geschmälert und dadurch Pflichtteil seiner Angehörigen verringert, haben diese nach dem Erbfall unter Umständen einen Anspruch auf Ergänzung ihres Pflichtteils (Pflichtteilsergänzungsanspruch) bzw. auf Herausgabe des Geschenks. Ergänzungspflichtig sind solche Schenkungen, die innerhalb der letzten 10 Jahre vor dem Erbfall vorgenommen wurden.

  • Anrechnung von Schenkungen auf den Pflichtteil

    Schenkungen, die vor dem Erbfall an Pflichtteilsberechtigte getätigt wurden, schließen deren Pflichtteilsanspruch nicht aus. Das Geschenk wird jedoch auf den Pflichtteil entsprechend angerechnet, sofern der Erblasser dies bei der Schenkung angeordnet hat.

  • Ausgleichung von Schenkungen

    Gewisse lebzeitige Zuwendungen (Ausstattungen) an die eigenen Kinder werden in der Regel nach dem Erbfall unter ihnen ausgeglichen.

  • Schenkung unter Ehegatten

    Zuwendungen unter Ehegatten, die aufgrund der ehelichen Lebensgemeinschaft erfolgen und dieser dienen sollen, sind keine Schenkungen.

  • Beschenkung Minderjähriger

    Bei der Beschenkung Minderjähriger ist zu beachten, dass unter Umständen ein Ergänzungspfleger bestellt und die Zustimmung des Familiengerichts eingeholt werden muss.